Nur nicht ärgern. Eine Kurzgeschichte

Markus wollte ein Märchen erfinden, ein neues Märchen. “Einfach eine schöne Geschichte” dachte er bei sich. Dabei sind Märchen ja oft gar nicht schön, die sind oft grausam, andererseits sagt man aber auch “wie im Märchen” wenn es ganz schön ist, weil es das offenbar in Wirklichkeit nicht gibt.

“Na gut” sagte Markus zu Manuela, “ich will dir eine Geschichte vorlesen, aber nur eine, dann wird geschlafen.”
“Also, Herr Fröhlich will zufrieden leben, so heißt die Geschichte”.
Herr Fröhlich steht morgens immer zeitig auf, wenn der Hahn kräht. Der weckt seine Hennen auf, jeden morgen pünktlich, damit sie fleißig arbeiten können. Er geht dann zum Fenster um den Tag zu begrüßen. Ja, Herr Fröhlich begrüßt den Tag. Jeden Tag. “Guten Morgen Tag” sagt er da und holt einmal kräftig Luft. Heute ist ein ganz besonderer Tag. Heute ist Sonntag. Da gibt es Semmeln zum Frühstück. Nur Sonntag, da freut sich Herr Fröhlich schon immer darauf. Und außerdem kommt heute Besuch, hoffentlich. Tina hat gemeint sie kommt vorbei wenn es sich ausgeht. Tina kommt ab und zu auf Besuch und da gibt es immer etwas zu erzählen. Tina weiß noch nicht was sie einmal machen möchte. Einmal, als sie auch zu Besuch war, hatten sie darüber gesprochen. “Am besten ist, du ärgerst dich nicht” hatte Hr. Fröhlich damals zu ihr gesagt. Sie hatte sich gerade geärgert weil …..”RRRuuummssss”, ein schrecklich lautes Geräusch lies Hr. Fröhlich aufschrecken, es schüttelt ihn förmlich kurz. Die Tür in der Küche war lautstark zugeflogen und auf das “Ruuuummms” folgte gleich einmal ein “Kliiirrr”. “Na wunderbar”, dämmerte es Hr. Fröhlich, das war wohl jetzt das Glas in der Tür. Die Zugluft hatte die Tür zugeschlagen und jetzt war sie kaputt. Das musste ja einmal passieren, dabei hatte der Tag so schön begonnen.

“Düddli dü”, “düdli-dü” . Das Telefon läutet. “Nein, das darf doch nicht wahr sein, wer ruft denn jetzt an”. In aller Herrgott’ s früh. Hr. Fröhlich eilt zum Telefon und “Autsch”, schon war es passiert. Mitten in die Glas – Scherben war er getreten, dabei heißt es doch Scherben bringen Glück. Er wäre fast gestolpert. “Düdldli dü”, “Düddli dü”! “Jaa, ich komm ja schon”, als ob das Telefon das hören könnte. “Fröhlich” sagte er nun endlich in den Hörer und man merkte das er etwas Schmerzen hatte. “Fröhlich, Hallo”. Es meldete sich niemand obwohl er es noch ein paar mal versuchte. “Nur nicht ärgern” sagte nun Hr. Fröhlich zu sich selber, “Nur nicht ärgern”. Vom ärgern bekommt man graue Haare.

“Stimmt das?” wollte Manuela” nun wissen. “Stimmt was?”. “Na dass man graue Haare bekommt wenn man sich ärgert?”. “Nein das stimmt nicht, das sagt man nur so!”. “Warum bekommt man dann graue Haare, Papa?” “Wenn man alt wird, dann bekommt man graue Haare, das ist einfach so”. “Wieso heißt die Geschichte Herr Fröhlich will zufrieden leben, Papa?”. “Du lässt mich ja nicht weiter lesen, wie soll ich denn das schon wissen. Aber vielleicht sollten wir morgen weiter lesen, du solltest jetzt ohnehin schlafen”.
Ich will auch zufrieden leben dachte Markus nun bei sich. “Nein Papa, bitte weiterlesen”.

Die Wunde war halb so schlimm, ein kleines Pflaster drauf und es wird bald wieder ganz gut sein. Auch die Scherben waren schnell aufgekehrt und nächste Woche kommt ein neues Glas in die Tür. Die Semmeln waren wirklich lecker heute am Sonntag. Sie kamen aus dem Gefrierschrank und wurden aufgebacken. Eine Semmel mit Käse und eine Semmel mit Butter und mit Marmelade. Das war heute ganz besonders gut nach der Aufregung.
Tina kommt bestimmt am Nachmittag, sie ist so ein freundliches Mädchen und so klug. Ich bin gespannt was die einmal machen wird. Na egal, Hauptsache sie kann zufrieden leben, ja dass wünsch ich ihr.

Die Geschichte war hier nicht zu Ende, aber Markus tat so und sagte zu leise zu Manuela “und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute” und “schlaf gut, mein liebes Mädchen. Morgen sagen wir dann Guten Morgen, Tag”. Nur nicht ärgern.

Das Feuer am Fluss. Eine Kurzgeschichte

“Wenn es dich erwischt, das Feuer, dann bist du verbrannt” dachte er als auf der anderen Seite des Flusses die Flammen in der nahen Ferne lodern sah. Die Sehnsucht tanzte um das Feuer, dicht gefolgt von der Traurigkeit. Sie holten sich immer wieder ein und wie sie so tanzten fachten sie das Feuer immer wieder an. Es kann ja nichts passieren, das Wasser hält die Flammen auf, sagte eine Stimme, aber da war auch noch etwas anderes, ein innerer Drang. Mittanzen auf der anderen Seite, sich vom Feuer wärmen lassen. Warum tanzen sie da, es scheint ihnen Freude zu machen, und je höher das Feuer umso wilder wird der Tanz. Aber es war seltsam ruhig. Diese Ruhe kannte er schon vom Horizont der Wirklichkeit. Es war eine Hand auf der Schulter zu spüren, so wie man sie spürt wenn einem jemand Verständnis entgegenbringt, und trotz der Stille war etwas zu vernehmen. Aber es war nicht zu verstehen. Das ist unlogisch kam es in die Sinne, aber wer sagt das Welt logisch ist. Er sah sich auf einem Stein sitzen und an das andere Ufer blicken. Gedankenlos saß er da. Wer war er, dass er sich da sitzen sehen konnte. Und es war seine Sehnsucht die er am anderen Ufer sah, ja seine eigene Sehnsucht und auch seine eigene Traurigkeit. Der Blick wandte sich vom Feuer ab, den Fluss rechts entlang nach oben. Man sah dort einen Wasserfall aber es war zu hoch um zu sehen woher das Wasser kam. Das Wasser findet immer seinen Weg und es kommt immer von oben. Das Wasser findet den Weg, also müssen die Wege schon vorhanden sein. Man kann doch nur etwas finden was es gibt. Die Gedanken waren jetzt wieder zurückgekehrt. Er dachte wenn er sie vertreiben würde, die Sehnsucht und die Traurigkeit, dann würde das Feuer ausgehen. Als er nun zum Feuer blickte sah er wie sich die Traurigkeit niederließ, sie war müde geworden. Um an das andere Ufer zu kommen musste er durch den Fluss, es war der Fluss des Lebens. Aber es war auch ein Weg zu sehen, der Weg verlief entlang des Flusses, zu beiden Seiten. Wozu über den Fluss wenn es hier auch einen Weg gibt, nur um mit der Sehnsucht zu tanzen? Wo der Weg wohl hinführt? Irgendwann musst du dich auf den Weg machen, du kannst nicht immer sitzen bleiben. Oder du springst in den Fluss, in den Fluss des Lebens. Er wird dich an ein Ufer führen, oder in den Ozean. Du wirst schwimmen müssen wenn du nicht ertrinken willst. Die Sehnsucht hatte nun auch inne gehalten, sie sah herüber vom anderen Ufer und winkte. Hier ist es einsam. Es sind nur Gedanken auf dieser Seite, keine Wärme. Die Hand auf der Schulter war auch nicht mehr zu spüren. Niemand ist hier. Links stand ein Baum, ein hoher Baum. Es war eine Esche. Ich werde auf den Baum klettern, dann habe ich eine bessere Übersicht und sehe wo der Weg hinführt. Vielleicht sieht man von da oben auch wo das Wasser herkommt. Ein Gewitter zog auf, mit Hagel, man konnte kaum mehr den Baum erkennen, man sah auch das andere Ufer nicht mehr. Schnell weg hier, einen Unterschlupf finden, bevor das Wasser steigt und der Fluss des Lebens dich mitreißt. Da vorne scheint eine kleine Höhle zu sein. Er erreichte die Höhle und fühlte sich jetzt mal geborgen. Morgen ist auch wieder ein Tag. Hoffentlich ist das Feuer am Fluss nicht endgültig verloschen.

Stille Wolken der Sehnsucht. Eine Kurzgeschichte

“Ich kann nicht mehr, ich kann manchesmal einfach nicht mehr”. Was könnte sie damit gemeint haben überlegte er, als er die Zeilen auf dem vor ihm liegenden Zettel las. Der kleine Zettel lag zwischen den Blättern der Tageszeitung. Jemand hat die Zeitung wohl liegen gelassen. Oft liegen Zeitungen auf den Sitzen der Schnellbahn, aber einen Zettel darin hatte er noch niemals gesehen. Warum er ihn mitgenommen hatte konnte er jetzt gar nicht mehr sagen, “Rosi” stand auch noch drauf. Vielleicht hat sie ja nur einen Scherz machen wollen, es hat bestimmt keine Bedeutung. Aber traurig klang es doch. Sie war möglicherweise verliebt, unglücklich verliebt, und hatte Liebeskummer. Das haben junge Menschen, aber es vergeht wieder. “Das vergeht wieder”, als ob das helfen würde in dem Moment wo es schmerzt. Er konnte auch manchesmal einfach nicht mehr, aber das war immer nur ganz kurz in seinem Inneren. Wie ein Blick in die Ferne wenn man nichts erkennen kann, weitergeht und dann müde wird. Es ist immer noch nichts zu sehen, wozu gehe ich überhaupt weiter. Die Sehnsucht treibt dich voran, diese stillen Wolken der Sehnsucht. Ob das Sehnsucht nach Liebe ist. Was soll denn das sein Liebe. Niemand erklärt es einem wenn man noch nicht darüber Bescheid weiß. “Wie mag es Rosi jetzt wohl gehen?”. Rosi, eigentlich ein schöner Name. Sie ist wahrscheinlich ein wenig schüchtern, und bestimmt hübsch. Sie braucht doch nicht traurig sein. Ob er angerufen hätte wenn eine Telefonnummer dabei gewesen wäre? Und wenn es doch nur ein Scherz war, oh Gott, wie peinlich. Nein, Rosi ist gar keine Frau, das ist bestimmt nur so einer der eine Frau sein will. Wer hinterlässt sonst einen Zettel in der Zeitung. Sehnsucht hat mehr mit Sucht zu tun als mit Liebe. Liebe ist ja doch nur ein Gefühl. “Die Zeit heilt alle Wunden” sagt man doch dachte er, “und das stimmt und es stimmt auch wieder nicht”. Manchesmal kommen sie hervor, stille Wolken der Sehnsucht. Menschen sind so. Er zerknüllte jetzt den kleinen Zettel und blätterte in der Zeitung weiter. Wie immer las er die Zeitung von hinten beginnend. Nein, er schaute sie mehr durch, und kam kaum über Überschriften hinaus. Man darf jetzt in der U-Bahn keinen Alkohol mehr trinken. Das löste einen Proteststurm bei den Jugendlichen in London aus. Ja, so steht es in der Zeitung. Ob das stimmt? Stille Wolken der Sehnsucht, so still sind sie oft nicht, dachte er sich nun. Natürlich haben sie Sehnsucht wenn es stimmt, Sehnsucht nach einer anderen Welt. Sehnsucht nach Liebe ist Sehnsucht nach einer anderen Welt. Aber das Leben ist nun mal so. Er nahm den Zettel wieder zur Hand und öffnete ihn abermals. “Ich kann auch manchesmal nicht mehr liebe Rosi, aber bitte verzage nicht” schrieb er jetzt dazu. Für einen Moment waren er und Rosi verbunden. Es war ein Moment des Glücks und der Kraft. Nicht verzagen, stille Wolken der Sehnsucht sind schön. Alles Gute Rosi, du bist nicht mehr alleine.

Ein Sommer ohne Regen. Eine Kurzgeschichte

“Wieso hat es früher so oft geregnet” wollte Manuela wissen. Sie klebte mit ihrer Nase am Fenster um die Wassertropfen zu zählen die leise, aber doch hörbar, auf den Fenstersims fielen. Die Fenster waren um diese Jahreszeit geschlossen. Die Klimaanlage lief auf voller Leistung. Papa würde schimpfen wenn die Fenster aufgemacht werden. “Ich gehe ohnehin schon nur mehr für den Strom und das Auto arbeiten” hörte man ihn sich öfter lautstark ärgern. “Ich weiß es auch nicht” kam es der Mutter über die Lippen. Sie wirkte nachdenklich, “wie kommst du jetzt darauf”. Sie hatten niemals darüber gesprochen dachte Karin, die Mutter. Manuela war erst fünf und machte sich solche Gedanken. “Oma hat gemeint früher war es anders, da hat es oft geregnet”. Normalerweise sprach Oma nicht darüber. Sie wusste dass das nur zu Streit und unfruchtbaren Diskussionen führte. Walter, Papa, regt sich so leicht auf. Wenn er zu Hause ist. Zumeist kommt er sehr spät nach Hause. Und stinkt. Mama schimpft dann mit ihm. “Ich halt das nicht mehr lange aus mit dir, du bist schon wieder betrunken” hört man sie dann schreien. Manchesmal weint sie. Ein paar Tropfen, leise, aber doch hörbar. Wie der Regen. Der Regen hatte schon wieder aufgehört. Manuela war mittlerweile zu Karin auf den Schoss gekommen und kuschelte sich an fest an ihre Mutter. Einen Moment lang sah man das Glück in das Gesicht von Karin zurückkehren. Kinder können so unbekümmert sein, für die ist alles normal, dachte Karin und strich ihr zart über das Haar. Ob der liebe Gott das Leben so haben will. Er könnt es doch auch anders machen wenn er wollte. “Macht Gott den Regen…”. Manuelas Frage lies Karin aufschrecken, “…Gott wohnt doch im Himmel”. “Ja” antwortete die Mutter, Gott wohnt im Himmel. Kindern erzählt man dass Gott im Himmel wohnt. “Aber der Regen kommt von den Wolken”. “Macht Gott die Wolken?”. Wenn er will dann macht Gott die Wolken dachte sich die Mutter nun und meinte “Ich weiß es nicht, hör jetzt auf zu fragen”. Wahrscheinlich sind die Menschen böse und deswegen gibt es jetzt keine Wolken. Gott bestraft böse Menschen. In der Hölle ist es ja auch heiß. Oma hat vielleicht recht. Früher war es die Sintflut, jetzt hat uns Gott die Hitze geschickt. Weil wir gierig sind. Nicht genug bekommen. Das arme Kind. Es kann doch nichts dafür.
Manuela rannte zur Tür als sie es sperren hörte. Papa, das ist bestimmt Papa. Papa war heute früh dran. Er nahm Manuela in die Arme und küsste sie, “Hallo mein Mädchen”. Walter war heute nicht betrunken. Walter würde nie mehr trinken. Gott hatte ihm gesagt, jetzt muss Schluss sein. Walter hat es gemacht. Ein Sommer ohne Regen ist nicht gut.

Als die Blumen traurig wurden. Eine Kurzgeschichte

Seltsam diese Stille, dachte er sich. Hier am Horizont der Wirklichkeit ist es so still. Traurigkeit war es die ihn hierher brachte. Die Traurigkeit des Tages und vergessener Liebe. Fort war sie, verschwunden im Reich des Bewusstseins. Der Wille wollte sie nicht mehr. Nein, er durfte sie nicht mehr wollen. Die Blumen wurden traurig. Sie beschlossen nicht mehr zu blühen. Es waren seine Freunde, sie fühlten wenn etwas nicht stimmt. Sie waren Gefühl, reines Gefühl. Kein Bewusstsein war in ihnen, bis zu diesem Tag. Als sie beschlossen nicht mehr zu blühen. Was habe ich angerichtet fuhr es ihm in den Kopf, die Blumen wollen nicht mehr blühen. Warum ist die Welt nur so? Man sah die Wirklichkeit in der Ferne hervorkommen hier am Horizont, es war ein wenig nebelig, nur ungenau auszumachen. Oder war es der Tod auf der anderen Seite. Sie würden sterben die Blumen, wenn sie nicht mehr blühen. Wer war er überhaupt? Wie konnte er den Weg hierher finden? Was wollte er hier. Sie war auch nicht da. Sie wird niemals hierher kommen. Hier war es einsam. Aber wo ist der Ausgang. Ich will hier nicht sein, es muss einen Ausgang geben. Einfach zurück, zurück. Es gab kein zurück am Horizont der Wirklichkeit. Zurück gab es hier nicht. Er legte sich hin um abzuwarten was passieren würde. Hier kommt bestimmt jemand vorbei. Es war jetzt nicht mehr still, nein es wurde ganz laut. Aber niemand war da außer ihm. Der Lärm, ich werde verrückt, diese vielen Stimmen hier. Ich kann sie nicht verstehen. Dennoch, unbedingt ein Stück weiter, ja ich muss unbedingt ein Stück weiter, dachte er. Das kann kein Zufall sein dass ich hierher kam. Es gibt keine Zufälle hatte er einmal gelesen, das Schicksal ist vorbestimmt. Aber es kam niemand vorbei. War das jetzt das Schicksal. Wozu dann weitergehen? Nein, er musste weitersuchen, er wollte ihm begegnen. Ja, ihm, und ihn fragen warum die Blumen nicht mehr blühen. Und ihn bitten dass er die Blumen wieder blühen lässt. Damit sie nicht mehr traurig sein müssen. Damit es wieder schön wird. Tränen waren in seinen Augen, Tränen. Er wollte sie nicht, doch sie kamen. Sehnsucht war es die ihn hierher trieb. Die Sehnsucht nach ihm. Ihn will er finden. Aber hier ist er nicht. Nach den Tränen kommt die Zuversicht. Zuversicht braucht Tränen. Und sie wird ihn dorthin führen wo er hin soll. Hinaus über den Horizont der Wirklichkeit. In die Welt. In die wirkliche Welt.

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Der Lohn der Welt ist Glück

Weiß nicht genau wohin, weiß nicht mal wer ich bin. Auf der Suche hier und müde bald, find Bäume nur und nicht den Wald. Könnt glücklich sein und bin’s oft nicht, wo geht sie hin die Zuversicht. Erst ist sie da, dann wieder fort, wo ist das Glück, wo ist sein Ort? Was ist die Welt, was Liebe nur, was soll es werden vor dem Sterben. Warum ist es so unverständlich, ist’s doch gleich, es ist vergänglich. Ist hier sein alles doch, und Wille ein Geschenk. Gedanken klar und doch verwirrt, vielleicht Gefühl, mag sein es irrt. Ist mir der Weisheit bester Rat zur Tat, gib was du hast hinein, am Ende wirst du glücklich sein.

Wo geht die Liebe hin, wo kommt die Liebe her

Wollt fragen was die Liebe ist, ob Sehnsucht nach dem andern, ob Freude auf den Tag vielleicht auch nur, die Suche nach Berührung?. Wollt suchen sie und finden und dann wollen dass sie bleibt. Hier sein soll sie und nicht gehen. Traurig bin ich heut und will es sein, glücklich bin ich morgen dann, vielleicht. Wo geht die Liebe hin, wo kommt die Liebe her, mal ist das Leben leicht, mal ist es schwer. Verstehst du mich? Wahrscheinlich schon, du weist es auch, wenn du suchst danach in Stille, dass die Liebe ist dein Wille.

Die falsche Braut

Und ist doch Nichts woran's mir fehlt, die Traurigkeit mich dennoch quält. Sie kommt herein, ganz ungefragt, nur dass sie macht mich ganz verzagt. Was will sie denn von mir, die falsche Braut, mir diesen Tag doch nur vergraut. Geh fort, ich brauch dich nicht, du bist ein Nichts, ein böser Wicht.