Ein schöner Frühlingstag. Eine Kurzgeschichte

„Was hast du heute erlebt“ wollte Clarissa wissen. „Nichts“ war die kurze Antwort. ich bin zu müde dachte sich Daniel, und außerdem habe ich keine Lust zu antworten. Was soll ich schon erlebt haben. „Ich mein wie war es in der Firma“ hakte sie nach. „Ja, geht so“. Daniel wollte sich nicht mit der Firma beschäftigen wenn er zu Hause war. Eigenartig war es schon. Worüber sollten sie reden?

Roman saß wie so oft nachdenklich vor seinem Schreibtisch, war leicht zurückgelehnt und hatte die Hände hinter dem Nacken verschränkt. „Sich vom Gewissen treiben lassen“ war einer der Sätze die ihm durch den Kopf gingen, „ja, es wird schon wissen wohin“. Der Blick war nach rechts zum Fenster gerichtet. Man hörte ein wenig den Lärm der Strasse. Ein schöner Frühlingstag und es war 15:49. Irgendwie hatte es ganz leicht einen eigenartig elektrischen Geruch im Raum. Urplötzlich war alles still und dunkel. Es dürften nur wenige Sekunden vergangen sein, aber das Bild hatte sich dramatisch verändert. Roman sah sich plötzlich selbst. Er saß nach wie vor vor seinem Schreibtisch, dachte er zumindest, aber er sah sich jetzt selber dort sitzen, vielmehr es waren offenbar seine Gedanken. Er sah sich selbst obwohl er das Gesicht nicht erkennen konnte, überhaupt, es war etwas schemenhaft. Roman war wie gelähmt. Nur der Geruch, dieser seltsame elektrische Geruch war zu verspüren. „Was ist los mit dir“ fragte leise eine Stimme. Niemand sonst war zu sehen, niemand hielt sich im Raum auf. „Was ist los mit Dir“, klang es nochmals und es fühlte sich an als ob es mitten aus dem Gehirn käme. Es wurde wieder still. Und es war wie vorher. Hab ich mir das eingebildet oder bin ich eingeschlafen, ging es Roman durch den Kopf. Was soll denn los sein mit mir ? „Wie geht es dir“ kam es durch die Tür, „wo bist du mit deinen Gedanken“. Roman fiel erschreckt fast vom Stuhl. Es war Monika die in der Tür stand. „Ich bin rein zufällig hier vorbeigekommen und hab mir gedacht ich schau rein“. „Schön dich zu sehen“ kam es ihm leise über die Lippen. Er hatte Monika schon eine Ewigkeit nicht gesehen, ja wie eine Ewigkeit kam es ihm vor, „Danke, mir geht es gut. Und dir?“. „Da schaust“ meinte Monika, und „ja, eh auch gut, aber immer in Eile. Ich muss gleich weiter. Also bis zum nächsten mal“. Es war jetzt 16:32. Jetzt würde er bald nach Hause gehen. Es war ein wenig Traurigkeit in Roman, ein wenig Melancholie. Ein schöner Frühlingstag.

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Wollt fragen was die Liebe ist, ob Sehnsucht nach dem andern, ob Freude auf den Tag vielleicht auch nur, die Suche nach Berührung?. Wollt suchen sie und finden und dann wollen dass sie bleibt. Hier sein soll sie und nicht gehen. Traurig bin ich heut und will es sein, glücklich bin ich morgen dann, vielleicht. Wo geht die Liebe hin, wo kommt die Liebe her, mal ist das Leben leicht, mal ist es schwer. Verstehst du mich? Wahrscheinlich schon, du weist es auch, wenn du suchst danach in Stille, dass die Liebe ist dein Wille.

Die falsche Braut

Und ist doch Nichts woran's mir fehlt, die Traurigkeit mich dennoch quält. Sie kommt herein, ganz ungefragt, nur dass sie macht mich ganz verzagt. Was will sie denn von mir, die falsche Braut, mir diesen Tag doch nur vergraut. Geh fort, ich brauch dich nicht, du bist ein Nichts, ein böser Wicht.